Nachtsichtgerät

In der Nacht sehen zu können, das möchte jeder. Was nicht viele wissen: Man kann sich mit ein bisschen Geschick ein Nachtsichtgerät selber bauen. Wie das funktioniert, erkläre ich in diesem Projekt.

Während infrarotes Licht für das menschliche Auge unsichtbar ist, können digitale Kameras diese erfassen machen. Dies kann man testen, in dem man mit einer Fernbedienung in die Linse hält. Drückt man nun irgendeinen Knopf, sendet die Infrarot-LED am vorderen Ende der Fernbedienung infrarotes Licht aus, das auf dem Kameradisplay als weiß-blaues leuchten wahrnehmbar ist. Wir machen uns diesen Effekt in verstärktem Maße für unser Nachtsichtgerät nutzbar. Damit das Bild von Digitalkameras in sonnigen und hellen Aufnahmen nicht überbelichtet wird, haben sie einen Infrarot-Filter eingebaut. Wie der Name schon sagt, filtert dieser einen Teil der infraroten Wellen und schützt somit vor Überbelichtung. Da unser Nachtsichtgerät ohne Entfernen dieses Filters viel zu unsensibel ist, muss er raus. Der Infrarot-Filter versteckt sich meistens vor dem Bildsensor in dem Objektiv. Er sieht aus wie eine kleine Glasscheibe mit einer rosa Spiegelung, die man sieht, wenn er gegen das Licht gehalten wird. Wenn der Filter nicht einfach abnehmbar ist, müssen gegebenenfalls Klebereste entfernt, oder das Glasstück auf brachiale Weise gelöst oder zerstoßen werden. Es muss nur aufgepasst werden, dass das Objektiv und den darin enthaltenen Linsen kein Schaden zugefügt wird.

Da die Infrarot-LEDs von Fernbedienungen nicht sehr stark sind, empfehle ich, ultrastarke Infrarot-LEDs aus dem Internet zu verwenden. So welche, wie diese hier:

Infrarot LEDs bei Ebay

Diese schaltest du einfach in Reihe an eine separate Stromquelle, zum Beispiel NiMH-Akkus und positionierst sie so, dass sie ihr Licht in das Aufnahmefeld des Kameraobjektives geben. Denn was nützen die stärksten LEDs, wenn sie nicht dahin zeigen, wohin die Kamera schaut.