Ungezinkter Würfel

Der ungezinkte Würfel

Mir ist aufgefallen, dass eigentlich die meisten Spielwürfel zumindest in der Theorie eine Tendenz aufweisen müssten: Eine Eins müsste im Grunde genommen öfters gewürfelt werden, als eine Sechs. Denn falls die Würfelaugen jeweils die gleichen Durchmesser aufweisen, so fehlt auf der Seite der Eins weniger Volumen, als bei allen anderen Seiten, was einen nicht zentrierten Schwerpunkt zur Folge hat. Um einen wirklich “ungezinkten” Würfel herzustellen, müsste auf allen Seiten das gleiche Volumen abgetragen werden. Das heißt, dass das Auge der Eins sechs mal so viel Volumen wie ein Auge der Sechs in Anspruch nimmt. Und genau dies habe ich bei diesem Projekt berücksichtigt. Dabei war es eine gute Möglichkeit, bei CATIA V5 die Formel-Funktion anzuwenden. So ist der Radius der Kugeln, welche von dem Rohwürfel abgezogen werden, so berechnet, dass auf allen Seiten das gleiche Volumen fehlt. Dabei kann ich die Tiefe, mit der die Augen in den Würfel eindringen sollen und das Gesamtvolumen, welches für jede Seite durch die Würfelaugen entfernt werden soll, einstellen. Leider ist der 3D-Druck nicht so präzise wie herkömmliche Herstellungsverfahren von Spielwürfeln, weshalb in der Praxis kein ideales Würfelverhalten gegeben ist.